Die Annahme, dass Radikalisierung in der Regel bei Jungen und Männern zu beobachten ist, wird oft nicht hinterfragt. Mädchen und Frauen jedoch prinzipiell als harmlos und unpolitisch darzustellen, öffnet gefährliche Dunkelfelder, in denen sie nahezu unsichtbar und ungehindert agieren können. Erfolgreiche Präventionsarbeit sollte daher auch Geschlechtsspezifika berücksichtigen. Dabei geht es nicht darum, ein Geschlecht als radikaler darzustellen als das andere. Frauen und Männer radikalisieren sich, letztere in höherer Zahl. Vielmehr können Gemeinsamkeiten und Unterschiede während des Radikalisierungsprozesses wertvolle Ansatzpunkte liefern. Dabei hilft uns auch ein Verständnis über extremistische Ideologien, die Geschlechterbilder vertreten, welche mit unseren demokratischen Freiheitsidealen nicht vereinbar sind.
Mit der Initiative „Radikalisierung hat kein Geschlecht“ wollen wir Sie als Fachkräfte sowie alle Interessierten für die geschlechtsspezifischen Aspekte sensibilisieren. Sie soll dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche, Frauen und Männer vor einer Radikalisierung geschützt werden und unsere Gesellschaft offener und sicherer wird.
Die Fachbeiträge: Radikalisierung hat kein Geschlecht
Die Relevanz einer geschlechtsspezifischen Präventionsarbeit darf nicht verkannt werden. Doch was beinhaltet dies eigentlich? Welche Aufgaben übernehmen Frauen und Männer innerhalb radikaler Gruppierungen? Welche Geschlechterkonstruktionen findet man überhaupt in extremistischen Ideologien? Radikalisieren sich Mädchen aus anderen Gründen als Jungen?
Auf all diese Fragen möchten wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten Antworten finden. Klicken Sie sich im Folgenden durch unsere Videos und Audios und informieren Sie sich über die diversen Zusammenhänge von Geschlecht und Radikalisierung.
Mehr Wissen durch unsere Audioversionen: Zu jedem Video-Interview können Sie sich auch das passende Audio anhören. Sie finden eine längere Version aller Interviews mit noch mehr Informationen und Gesprächen unter dem jeweiligen Video.